Burnout, Stress und Prävention 
“I've done too much for too many for too long with too little regard for myself” 
(Zitat eines Betroffenen aus Berger 2004)

Was ist Burnout?

Das Burnout-Syndrom „Ausgebrannt sein“, gilt als ein Problem der Lebensbewältigung und bezeichnet einen ernst zu nehmenden Zustand totaler physischer und psychischer Erschöpfung. 

Hierbei handelt es sich um einen schleichenden und phasisch verlaufenden Prozess, der sich oft über Jahre hinweg durch andauernde Be- und Überlastung sowie permanenten Leistungsdruck und nachhaltiger Missachtung körperlicher und psychischer Signale entwickelt. Burnout ist immer ein Risikozustand!

Besonders gefährdet sind Menschen, die eine bestimmte Vulnerabilität (Anfälligkeit) und/oder bestimmte persönlichkeitszentrierte Eigenschaften mitbringen. Beispiele hierfür können sein:

  • Ausgeprägter Perfektionismus und Idealismus
  • Nicht NEIN sagen können
  • Überfürsorglichkeit „Helfer-Syndrom“
  • Ängstliche Persönlichkeitstypen
  • Hohe Ansprüche und Unterschätzen des Aufwands und Überschätzen der Erfolgsaussichten der Ziele
  • Starkes Streben nach Erfolg und Anerkennung aber auch Zuneigung
  • Immer über die eigenen Grenzen gehen / keine Grenzen setzen können
  • Labiles Selbstwertgefühl
  • Selbstüberschätzung
  • Unrealistische Einstellungen/Glaubenssätze zu Beruf und Lebensalltag (Ich kann mir selbst helfen. Meine Arbeit ist mein Leben.)
  • Wertekonflikte (kognitive Dissonanz)
  • Personen in helfenden und sozialen Berufen

Tanz am Rande des Vulkans

Wenn der Akku erst einmal leer ist, kann es zu psychischen und psychosomatischen Begleitsymptomen wie z.B. Magen-Darm-Beschwerden, Tinnitus, Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Problemen, verminderte Leistungsfähigkeit, Zunahme von Lebensmittelunverträglichkeiten, depressiven Verstimmungen bis hin zu sozialem Rückzug und Ängsten kommen. 

Hinweis: Bei einer auftretenden Symptomatik sollte Ihr erster Weg auf jeden Fall zu Ihrem Arzt führen! 

Als Fachberaterin für Stress, Burnout und Prävention stehe ich Ihnen hier zur Seite und unterstütze Sie auf Ihrem Weg heraus aus dieser scheinbaren Endlosschleife. Gemeinsam können wir viel dafür tun, die Folgen Ihrer körperlichen, emotionalen und geistigen Erschöpfung zu regulieren. Lernen Sie, wie Sie durch Entspannung, Ernährung und Bewegung Ihren Umgang mit Stress regulieren können und wieder zu neuen Kräften kommen!

Burnout bei Kindern und Jugendlichen - besser vorbeugen 

Kinder und Jugendliche können genauso vom Burnout-Syndrom betroffen sein, wie Erwachsene. In den letzten Jahren hat die Zahl der ausgebrannten Kinder und Jugendlichen stark zugenommen bzw. durch die Covid-19-Pandemie ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen. Die Symptomatik ähnelt der der Erwachsenen. Eine besondere Obacht ist geboten, wenn Ihr Kind sich dauerhaft gestresst und überfordert fühlt. Es kann zu Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall, starker Müdigkeit, Magen-Darm-Problemen, Kopfschmerzen, Schlafproblemen und Appetitlosigkeit, etc. kommen. 

Hinweis: Bei einer auftretenden Symptomatik ist immer als erstes eine ärztliche Abklärung vorzunehmen!

Das Elternburnout

Auch beim Elternburnout steigt die Zahl der Belastungsfaktoren kontinuierlich an. Es gibt zahlreiche Multiplikatoren, die eine Gefährdung für ein Burnout mit sich bringen. Überhöhte Leistungsansprüche in Familien, zu hohe Erwartungen an das Eltern-Sein, unklare Trennung zwischen Beruf, Familie und Freizeit, das Arbeiten am Wochenende und in Schichten, sowie mangelnde oder schlechte Kommunikation unter den Beteiligten tragen zum möglichen Ausbrennen bei.

Auch die Pandemie hat einen sehr großen Teil dazu beigetragen: Homeoffice, Homeschooling, Kinderbetreuung, Haushalt, fehlende soziale Kontakte und Hobbys, starke persönliche Einschränkung, etc. haben bei vielen Familien dafür gesorgt, dass sie sich eine ganz neue Familienstruktur erarbeiten mussten. Kein leichtes Unterfangen.

Was ist Stress?

Stress ist der körpereigene Versuch einer adäquaten Anpassung an eine veränderte Situation. Und somit ein natürlicher Bestandteil in unserem Leben, der nicht vermieden werden kann. 

Grundsätzlich ist Stress ein evolutionäres Überlebensprogramm des Menschen. Die körperliche Funktion dabei ist damals wie heute die gleiche.

Es werden Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin) freigesetzt und damit die Energiereserven des Körpers zur Verfügung gestellt. Der Organismus ist programmiert auf Flucht oder Kampf, d.h. der Körper befindet sich in erhöhter Alarmbereitschaft. Kann diese zur Verfügung gestellte Energie nicht effizient genutzt werden, bleibt die Adrenalin- und Noradrenalinkonzentration erhöht, was zu Gesundheitsschäden führen kann. Denn dann spricht man von Dauerstress als Stressfolgeschaden und der Schritt in ein Burnout, in eine Depression und psychosomatische Erkrankungen ist nicht mehr weit. 

Die WHO hat Stress zu einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts erklärt. Mehr als 75% aller Bundesbürger fühlen sich übermäßiger Belastung ausgesetzt. Doch nicht nur im Berufsleben wartet Stress, auch zunehmend im privaten und familiären Bereich entstehen Sorgen, Druck und Belastungen, die im Einzelnen oft völlig normaler Natur sind, in der Korrelation aber das Potenzial für ein Ausbrennen erhöhen können.

„Menschen finden vieles. Nur nicht ihre Mitte.“

Zeit für Veränderungen

Für unsere Gesundheit ist es wichtig, dass unser emotionales Erleben und unser Bewältigungsverhalten angemessen aufeinander abgestimmt sind. Bereits mit den ersten Anzeichen zeigt uns unser vegetatives System, dass es Zeit für Veränderungen ist. Wichtig ist, dass wir die Signale verstehen lernen und entsprechend reagieren können - und das situationsübergreifend und nachhaltig. 

Am Anfang aller bewältigenden Strategien steht zunächst die Persönlichkeitsentwicklung – die Bildung eines starken „ICH“.

Ich unterstütze Sie dabei, ein besseres Problembewusstsein zu entwickeln, Ihre persönlichen Ressourcen ausfindig zu machen, diese zu aktivieren und zu konservieren, an einer korrekten Selbstwahrnehmung zu arbeiten und ein gutes Selbstmanagement (Motivation, Zeitmanagement, Problem- und Konfliktlösestrategien) auszubilden. 

 

Prävention!

Ob Stress als Stress empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Des Weiteren unterscheidet man zwischen positivem und negativem Stress (Eustress und Disstress). Wie oben beschrieben, ist Dauerstress ein großer Indikator für die Entwicklung eines Burnouts.   

In der Präventionsarbeit trainieren und sensibilisieren wir zunächst Ihr Bewusstsein dafür, ab wann und warum/in welchen Situationen Sie gestresst sind. Sie lernen, Ihren Körper und Ihren Geist zu beobachten sowie "realistische" Ziele zu setzen. Außerdem arbeiten wir an der Fähigkeit Ihre Balance aufrecht zu erhalten, die den Umgang mit den individuellen Stressoren ermöglicht. Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion sind zwei essenzielle Bestandteile für einen guten Umgang mit sich selbst und einer gelingenden, nachhaltigen Prävention. 

Hierfür nutze ich individuelle Elemente z.B. aus der Entspannungstherapie, des Achtsamkeitstrainings und der Atemtherapie.

In bestimmten Fällen können Termine nach Vereinbarung auch am Meer stattfinden. Sitzungen in der Natur können z.B. im Rahmen des Entspannungstrainings, der Ressourcenerweiterung und des Spürens des eigenen Selbst sehr sinnvoll und hilfreich sein.